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ERDBEEREN vom Biohof Querdel

Obst aus der Region - Erdbeeren

Jeden Tag gibt es bei uns frische Bio-Erdbeeren aus dem Münsterland – aber, was macht eine Erdbeere eigentlich zu einer Bio-Erdebeere?

Deutsche Erdbeeren – wie selbstgepflückt

Strawberry fields forever!
Dass es bei uns in Europa nicht mehr nur Walderdbeeren gibt, die zwar fein sind, aber eben auch klein, verdanken wir einem französischen Kapitän: Zur Zeit des Sonnenkönigs entdeckte ein gewisser Kapitän Fresier in Chile eine Sorte mit großen Früchten und brachte Ableger davon mit in seine alte Heimat. Dort kreuzten Gärtner Ludwig XIV. sie mit einer nordamerikanischen Sorte und heraus kam: unsere große aromatische Gartenerdbeere.

Bio-Erdbeeren aus dem Münsterland

Obst aus der Region - ErdbeerenDie leckeren Erdbeeren bei uns im Bioladen verdanken wir dem Biohof Querdel in Füchtorf im Münsterland. Die Geschichte des Erdbeer- und Spargelhofs von Andreas Querdel reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Nach dem ersten Weltkrieg gehörtem zum 35 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb noch Kühe, Schweine und Hühner. Querdels Großvater hatte damals dort noch das Sagen. „Mein Vater hat die Milchwirtschaft später zunächst noch ausgebaut, die Kühe dann aber 1975 versteigert“, erzählt Andreas Querdel. Im gleichen Jahr wurde der erste Spargel gepflanzt. Er selbst habe nach Abschluss der Fachschule 1996 die ersten Erdbeeren angebaut und sie dann zusammen mit seiner Familie auf Wochenmärkten verkauft.

Heidrun Vogel empfielt, einen Teil der frischen Erdbeeren direkt als Marmelade zu verarbeiten!

Beste Bio-Qualität

2005 wurde der Betrieb schließlich auf EU-Öko umgestellt. „Wir ernten jährlich etwa 25 Hektar Bio-Spargel und 20 Hektar Bio-Erdbeeren“, freut sich Querdel. Der Füchtorfer Spargel sei durch seinen milden Geschmack besonders bekannt geworden, was auf den in der Region überwiegend milden, leichten Sandboden zurückzuführen sei. „Hierdurch haben wir sowohl beim Spargel als auch bei den Erdbeeren nicht die höchsten Erträge, aber eine sehr gute Qualität.“  (weitere Infos und aktuelle Zertifikate unter www.spargelhof-querdel.de)

Was macht eine Erdbeere eigentlich zur Bio-Erdbeere?
Im Ökoanbau von Erdbeeren steht und fällt der Ertrag mit der Gesunderhaltung der Pflanzen, weil chemischer Pflanzenschutz nicht erlaubt ist. Darüber hinaus darf bei Bio-Erdbeeren kein Mineraldünger eingesetzt werden. Bei der Kulturtechnik ähneln sich Öko- und konventioneller Anbau grundsätzlich. Im Ökoanbau werden alle Maßnahmen aber noch feiner auf den Boden, die Anbaulage und die Erdbeersorten abgestimmt.

Standort, Sortenwahl und Fruchtfolge
Obst aus der RegionIm Ökoanbau der Erdbeere kommt es entscheidend auf die richtige Sortenwahl, Standortwahl und Fruchtfolge an. Sie machen bereits einen Großteil des Erfolges oder Misserfolges aus. Die Unterschiede zum konventionellen Anbau sind unter anderem:
Die Erdbeeren werden weiter gepflanzt, was für einen luftigeren Stand sorgt, und die Pflanzen in regenreichen Jahren vor allzu großer Bodennässe schützt. Beides reduziert den Befallsdruck mit Pilzkrankheiten. Durch den weiteren Stand können aber nur wenige Pflanzen pro Hektar gepflanzt werden, was den Flächenertrag reduziert. 

Die Unkrautbekämpfung erfolgt durch mechanische Bodenbearbeitung und wird möglichst früh durchgeführt, meist durch Hacken oder Abflammen zwischen den Reihen und Hacken von Hand in den Reihen.  Chemischer Pflanzenschutz findet nicht statt. Gedüngt wird mit organischem Düngern wie Rhizinusschrot, Kompost oder Dünger tierischer Herkunft. Dabei wird auf mäßigen Stickstoffeintrag geachtet, um die Pflanzen nicht zu weich und damit anfälliger gegen Pilzinfektionen werden zu lassen. Weil die Erdbeere leichte, durchlässige Böden verlangt, ist die Bodenpflege wichtig. Standorte mit schweren Böden werden umso sorgfältiger behandelt, locker gehalten und zur rechten Zeit bearbeitet. (Quelle: aid-infodienst, mehr zum Thema unter www.aid.de)

Gesundes Früchtchen
Von allen Früchten haben Erdbeeren fast den höchsten Vitamin-C- Gehalt – 60 mg pro 100 g Fruchtfleisch. Weil sie reich an Eisen sind, gelten sie auch als blutbildend. Wegen ihres hohen Gehalts an Salizylsäure werden sie zudem in der Naturmedizin bei der Behandlung von Rheuma und Gicht geschätzt. In 100 Gramm Erdbeeren stecken 39 Kalorien – eine tolle Süßigkeit!

Rosig und Lecker!

Frische Bio-ErdbeerenDass Erdbeerblüten uns an kleine Heckenrosen denken lassen, liegt in der Natur der Sache: Erdbeeren gehören zur Gattung der Rosengewächse. Botanisch gesehen ist die Erdbeerfrucht, die wir im Bioladen erstehen und genießen, nichts weiter als der verdickte fleischige Blütenstand, auf dem die eigentlichen Früchtchen sitzen: millimeterkleine, braune und harte Nüsschen.

Aus Erdbeeren lässt sich übrigens nicht nur Süßes zubereiten, wie beispielsweise die Lieblingsmarmelade unserer Koeppenraucht-Inhaberin Heidrun Vogel (ihr Rezept finden Sie HIER, wenn sie möchten), sondern auch Deftiges wie Erdbeer-Chutneys, gebratener Spargelsalat mit Erdbeeren oder Pasta mit Chilli-Erdbeer-Tomatensauce und Garnelen. Zutaten für alles Süße und Deftige finden Sie selbstverständlich in unserem Sortiment.